Das Stimmen

Seit jeher scheiden sich die Geister, wie nun richtig gestimmt wird und wie genau die Stimmung sein muss. Wir sind genau folgender Meinung: Schwebungsfrei in den Oktaven und gleichmäßig im Schwebeton (Tremolo). In der Theorie heißt das „0 Cent Abweichung“. Durch jahrelanges Training ist unser Gehör geschult, kleinste Abweichungen vom Idealwert zu hören. Dementsprechend stimmen wir auch nach Gehör.

Der Bankstimmtisch kommt bei Überholungen zum Einsatz, wenn die Stimmzungen Rostansatz hatten oder um einige Hertz höher oder tiefer gestimmt werden müssen. Je besser man die Launen der Stimmplatten berücksichtigt und von Vergleichsinstrumenten Idealwerte hat, umso genauer wird das Ergebnis. Dennoch ersetzt er nicht das Reinstimmen.

Der Stimmbalg hat sich als effektivstes und genauestes Mittel zum Stimmen erwiesen. Es lässt sich damit nicht nur exakt stimmen, man kann auch die Tondrift der Stimmzungen und das Zusammenklingen bei veränderndem Spieldruck testen. Durch das Stimmen der Akkordeonhälfte auf dem Stimmbalg wird der natürliche Klangraum bestmöglich nachgebildet. Ein schnelles und gründliches Arbeiten wird gewährleistet und mit Spieldruck gearbeitet, so daß am Ende ein exaktes Ergebnis steht.

 

Stimmen mit Stimmgerät

Der Computer mit Stimmprogramm oder das Stimmgerät kann ein Hilfmittel sein, ersetzt jedoch nicht die Genauigkeit bei der Stimmung…

Grundsätzlich kommt das Stimmgerät bei zwei „Tönen“ im Diskant zum Einsatz: Bei dem ersten zu stimmenden Ton a‘ im Grundreihenchor und das einmal auf Zug und einmal auf Druck.

 

Wann sollte ein Akkordeon gestimmt werden?

Ein Frage, die man sehr einfach beantworten kann:

Wenn Ihnen die Stimmung nicht mehr gefällt.